Der Kampf um die Wahrheit
2010 erregten Gerhard Wisnewskis Recherchen zum Todesfall Kirsten Heisig erhebliches Aufsehen.Von Anfang an glaubte er nicht an einen Selbstmord der bekannten Jugendrichterin. Nachdem ihm die Berliner Behörden jegliche Auskünfte zu den Todesumständen verweigert hatten, verklagte Wisnewski den Generalstaatsanwalt Berlin auf Auskunft. Nachdem der Autor vor dem Verwaltungsgericht Berlin gescheitert war, bekam er vom Oberverwaltungsgericht Berlin in vollem Umfang Recht. Der Generalstaatsanwalt Berlin wurde dazu verurteilt, Wisnewskis Fragen zu beantworten. Das geschah denn auch, und zwar am 19. November 2010.
Es war Mord
Nachdem Wisnewski die Auskunft der Staatsanwaltschaft aufs Netz gestellt hatte, sprachen seine Leser der amtlichen Stellungnahme in Hunderten von E-Mails ihr Misstrauen aus. Darunter war auch die Analyse eines Kriminalbeamten, der die Auskunft der Staatsanwaltschaft auseinander nahm. Das Fazit dieses Beamten fiel niederschmetternd aus: «Ich sehe nur Fakten, die gegen einen Selbstmord sprechen», so seine Einschätzung. Seiner Meinung nach war der Auffindeort nicht der Todesort. Und das heisst: Mord.
Von Gerhard Wisnewski
Wie bereits berichtet, ändert sich das Verhalten des US-Mainstreams im Hinblick auf die wahren Hintergründe des 11.9. radikal, und zwar qualitativ wie quantitativ.
Qualitativ:
Die Berichterstattung wandelt sich von der blanken Hetze wie beispielsweise in Deutschland praktiziert (Spiegel, Süddeutsche, WDR etc.), zu moderat negativ bis neutral. Es erscheinen auch weitgehend neutrale Berichte, in denen sich der Autor lediglich am Ende wieder kritisch distanziert, um klarzustellen, daß er natürlich nicht «zu diesen» gehört. Ein beliebter journalistischer Trick, Nachrichten ausführlich zu transportieren, ohne mit ihnen identifiziert zu werden. Desweiteren setzen die Berichte ihre qualitative Karriere von Internet-, Outsider und Graswurzel-Medien in die obersten Etagen des Mainstreams fort.
Quantitativ:
Sendezeiten und Zeilenumfang der jeweiligen Berichte über die 9/11-Truth-Bewegung und ihre Thesen nehmen dramatisch zu.
Jüngste Beispiele sind das New York Magazine und CNN – jawohl CNN.
Beim New York Magazine vom 27. März 2006 ist die 9/11-Wahrheitsbewegung Titelgeschichte. Headline: «The Ground Zero Grassy Knoll». Der berühmte Grassy Knoll (Grashügel) steht als Synonym für alle alternativen Theorien über die Kennedy-Ermordung. Und zwar deshalb, weil zahlreiche Zeugen Schüsse eben nicht aus Richtung des Schulbuchlagers, sondern aus der Richtung des besagten Grassy Knolls wahrnahmen – was der Beweis für ein Komplott wäre. Das New York Magazine stellt erstmals offiziell fest: auch beim 11.9. gibt es einen Grassy Knoll, sprich: eine alternative Erklärung für das, was geschehen ist.
Sodann schildert das New York Magazine in nie dagewesener Breite Personen, Hintergründe und Motive der 9/11-Truthbewegung. Das NYM bringt seinen Lesern das kleine Einmaleins der 9/11-Forschung bei, angefangen bei LIHOP und MIHOP (Let it happen on purpose/make it happen on purpose – laß es absichtlich passieren/mache, daß es passiert) bis hin zu den unzähligen offenen Fragen wie:
– wie konnten Stahlrahmengebäude nach so kleinen und kurzen Feuern kollabieren?
– warum ließen FAA und NORAD vier entführte Flieger bis zu einer Stunde lang im Luftraum herumvagabundieren?
– wie kommt es, daß man im World Trade Center zwar die unzerstörbaren Black Boxes der Flugzeuge angeblich nicht mehr finden konnte, sehr wohl aber – unten auf der Straße – den Paß eines Terroristen ?
– warum hatte Bürgermeister Giuliani es so eilig, den Schutt der Gebäude zu beseitigen?
Und, und, und. Der Autor des Berichts hat, wie gesagt, jede Menge Platz, und so läßt er sich Zeit, die 9/11-Bewegung bis ins Detail zu schildern. Freilich nicht ganz ohne teilweise ironischen Unterton und nicht ohne die ostentative Distanzierung am Schluß, die offenbar noch sein muß. Aber: vor ein, zwei Jahren wären solche Artikel überhaupt nicht denkbar gewesen. Das ist in etwa so wie in China oder der Sowjetunion, als die ersten, vorsichtig kritischen Artikel über die Parteiführung erschienen.
http://www.newyorkmetro.com/news/features/16464/index.html
Schon am 22. März 2006 eroberte die 9/11-Frage die CNN-Sendung Showbiz Tonight mit dem «Anchorman» A.J. Hammer. Der stellte unumwunden den äußerst populären Schauspieler Charlie Sheen und seine massiven Zweifel an der offiziellen Version des 11.9. vor. Und zwar anhand eines Interviews, das Sheen der radikal-demokratischen Alex Jones-Show gegeben hatte. Anschließend diskutierte Hammer mit dem Medien-Koordinator von 9/11truth.org, Michael Berger, und Nicole Rittenmeyer, Supervising Producer der Sendung «Inside 9/11» von National Geographic. Nach kurzer, neutral bis wohlwollender Gesprächsleitung schloß Hammer mit den Worten: «OK, ich hoffe, die Leute werden versuchen, mehr Informationen einzuholen, weil ich glaube, daß es eine Menge von unbeantworteten Fragen gibt. Michael Berger und Nicole Rittenmeyer, vielen Dank, daß Sie heute bei Showbiz Tonight waren.» Es scheint, daß der amerikanische Journalismus seine Unbefangenheit gegenüber dem Thema 9/11 wiedergewinnt.
Und das könnte der Anfang vom Ende des «Mythos 9/11» sein. Man kann wohl hoffen, daß in nicht allzuferner Zukunft die Stunde der offiziellen Verschwörungstheorie schlagen wird. Und damit auch die Stunde jener Medien-Verschwörungstheoretiker, die ihrem Publikum die Erzählungen von Bush und Pentagon dreist als die reinste Wahrheit verkauft haben.
http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0603/22/sbt.01.html
Gerhard Wisnewski
c/o Kopp Verlag, Bertha-Benz-Str.
72108 Rottenburg a.N.