Burkaverbot? Kopftuchverbot? Schön dumm. Die Münchner Presse begrüßt die verhüllten Gäste aus dem arabischen Raum lieber mit »Herzlich willkommen«. Denn erstens sind Burka, Kopftuch und Schleier nun mal nichts weiter als Landestrachten. Zweitens lassen die Gäste aus dem Nahen Osten Millionen in der Landeshauptstadt …

Sicher: Einen schneeweißen Benz sieht man in München häufiger. Dieser hier ist aber was Besonderes. Nein, nicht nur wegen des Heckspoilers, sondern vor allem wegen des Kennzeichens: Links steht ein großes »F«, rechts die Zahl »222« dazwischen ein irgendwie fremdes Gekrakel und das Wort »DUBAI«. Kaum zu glauben: Ist der Besitzer etwa von dem Wüstenstaat aus hierhergegondelt? Wie ein Globetrotter-Fahrzeug sieht das Auto allerdings nicht gerade aus. Genauso wenig wie der eine oder andere weiße Bentley mit roten Ledersitzen, der zur Zeit durch München schaukelt. Und die Münchner Abendzeitung vom 3. August 2010 weiß auch, wie die Schlitten an die Isar kommen: »Die Karossen kommen per Schiff nach München, die Gäste im Privatjet.«
Nicht schlecht. Manche Familie sei schon im eigenen Airbus angereist, schreibt das Blatt. Und während Europa mit Burkaverbot und Islamophobie immer tiefer da versinkt, wo es »Islamisten« und Araber vermutet – nämlich im Mittelalter –, zeigt man sich in München weltoffen. Denn die Gäste zu vergraulen wäre nicht nur rassistisch, sondern auch zu dumm: Die betuchte Kundschaft lässt schließlich Abermillionen in den Kauf- und Krankenhäusern an der Isar. Manche Klinik hat bereits eigene Luxusabteilungen für Patienten eingerichtet, die sich in anderen Ländern, beispielsweise in den USA, nicht mehr so recht wohlfühlen – was man ihnen kaum verdenken kann.
Und je ungastlicher sich der Rest der Welt zeigt, umso lieber kommen die betuchten Touristen nach München. Und zwar jedes Jahr mehr.
Seit dem 11. September 2001, als Araber und Muslime weltweit unter Generalverdacht gestellt wurden, hat sich die Zahl der »arabischen Nächte« (Übernachtungen von arabischen Touristen in der bayerischen Landeshauptstadt) verdreifacht. 2010 werden es bereits rund 80.000 Gäste und 300.000 Übernachtungen sein. Und zwar was für welche: Da werden schon mal ganze Hoteletagen gebucht und in arabische Prinzenpalais verwandelt wie aus 1001 Nacht.
Einen »Ballermann« wie die Deutschen auf Mallorca machen die nahöstlichen Besucher hierzulande übrigens nicht auf. Und keiner von ihnen torkelt besoffen durch die Gegend. Denn im Islam herrscht schließlich strenges Alkoholverbot.
Und während sich das Familienoberhaupt häufig in einer der Münchner Kliniken behandeln lässt, geht der Rest der Truppe shoppen. Da kommt es schon mal vor, dass die Einkäufe mit einem mit Teppichen ausgekleideten Laster zum Flughafen gefahren werden müssen. Eine Handtasche für 1.500 Euro ist da ganz normal. Im Schnitt lässt ein arabischer Tourist 500 bis 1.000 Euro in München, zitiert die AZ eine Sprecherin des Tourismusamtes – und zwar am Tag. Das macht dann bei 300.000 Übernachtungen, also etwa 500.000 Tagen, 250 bis 500 Millionen Euro pro Jahr.
Na, dann – servus.Oder wie das unter uns Fundamentalisten heißt: Grüß Gott.