»Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!« Mutig spricht » Bild« plötzlich »Wahrheiten« aus, die bisher tabu waren und bestenfalls als Stammtisch-Phrasen verächtlich gemacht wurden: »Ausländer, die sich nicht an die Gesetze halten, haben hier nichts zu suchen!«, schleudert eine Animation auf der »Bild«-Website am 4. September 2010 dem Leser entgegen. Gut gebrüllt – finden Sie nicht? Oder der hier: »Wer nichts gelernt hat, soll hinterher nicht jammern, dass er keinen Job bekommt«. Oder: »Auf den Schulhöfen muss deutsch gesprochen werden.« Außerdem geht es gegen »Kinderschänder« (gehören »weggesperrt«) und Arbeitslose (»Wer Arbeit ablehnt, verdient keine Stütze!«). Jawoll!
Aber je länger man der »Bild«-Parolenanimation zuschaut, umso mehr beschleicht einen das Gefühl, dass da noch ein paar Wahrheiten fehlen. Diese wurden bestimmt nur vergessen. Deshalb helfe ich hier ganz spontan ein wenig auf die Sprünge:
• Die Schweinegrippe, Vogelgrippe und Aids sind korrupte Programme zur Finanzierung der Pharmaindustrie.
• Die »Energiesparlampe« ist ein korruptes Programm zur Subventionierung der Elektroindustrie.
• Die Klimakatastrophe ist eine Fälschung einer staatlichen alimentierten Wissenschaftsmafia.
• Die Europäische Union ist ein Zwangssystem, das der früheren Sowjetunion immer ähnlicher wird.
• Die Merkel-Regierung ist ein Marionetten-Kabinett der globalen Eliten.
• Die offizielle Version der Attentate des 11.9.2001 ist eine Lüge, um Kriege gegen Afghanistan, den Irak und letztlich gegen die gesamte Zivilisation führen zu können.
• Political Correctness = Meinungsdiktatur
Nichts zu danken.
Die Frage ist nur: Warum kann man auf der »Bild«-Animation statt dessen nur »Wahrheiten« über Ausländer und Migranten lesen? Ganz einfach: Weil die hinter der »Bild«-Zeitung stehenden Eliten sich lieber an die Spitze einer ausländerfeindlichen Bewegung setzen, statt über die noch viel größeren Lügen als die Segnungen einer ungehinderten »Migration« zu reden. Lieber opfern die Eliten ihr Lieblingskind, die ungebremste Migration, statt die noch viel größeren Betrügereien und am Ende sich selbst. Deswegen versuchen sie nun, die Wut und den Gesprächsbedarf zu kanalisieren. Schaut man sich die »Bild«-Parolen an, geht es neben Ausländern ausschließlich gegen Randgruppen und sozial Schwache. Das heißt: Die Volkswut soll auf genau diese Gruppen gelenkt werden. Eine perfide Strategie, um von ganz anderen Problemen abzulenken.
Getreu dem Motto: »Bild« kämpft gegen Sie – und zwar zu Lande, zu Wasser und in der Luft.